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Erdwärmesonde / Tiefenbohrung

Energie aus der Tiefe

Die Erdwärmesonde war vor der Entwicklung des Eisspeichers unsere favorisierte Lösung, um bei einer begrenzten Grundstücksfläche die beste Energiequelle unserer Wärmepumpen zur Verfügung zu stellen. Durch konstant hohe Durchschnittstemperaturen im Erdreich kann der optimale Betrieb einer Erdwärmepumpe garantiert werden. Ebenso ist sie in der Lage die sich im Haus befindliche Wärme über die Erdwärmesonde an das Erdreich abzugeben und einen Kühleffekt zu erzielen „Natural Cooling“.

Die Sonde besteht im Wesentlichen aus einer Tiefenbohrung mit einer darin angeordneten Rohrschleife sowie einer Verpressung mit einem geeigneten, mineralischen Material. Die Verpressung dient primär der Fixierung der Rohrschleife und der Herstellung eines großflächigen thermischen Kontaktes mit dem Erdreich. Die Rohrschleife besteht aus einem langzeitbeständigen Polyethylen-Kunststoff, um konstante Entzugsleistungen über Jahrzehnte zu gewährleisten.

Am einfachsten und mit den wenigsten Einschränkungen erfolgt die Ankoppelung an das Erdreich über Vertikalabsorber (Tiefenbohrung). Eine einzelne Erdwärmesonde mit 100 m Länge liefert ca. 8 kW Heizleistung, im Abstand von 6 m lassen sich, falls erforderlich, mehrere Sonden nebeneinander ausführen. Die im Erdreich vorhandenen Temperaturen bleiben ab einer Tiefe von 10 Metern über das gesamte Jahr relativ unverändert bei 11°C. In unseren Regionen nimmt die Temperatur alle 30 Meter Tiefe um 1°C zu. Jedoch spielt hier die örtliche Bodenbeschaffenheit eine maßgebliche Rolle.

Der Planung und Dimensionierung der Erdwärmesonde liegt eine umfangreiche Berechnung der geologischen Gegebenheiten sowie dem voraussichtlichen Wärmebedarf zu Grunde. Um Problemfällen vorzubeugen ist es zwingend notwendig, bei der Planung und Ausführung einer Tiefenbohrung ein spezialisiertes Bohrunternehmen und/oder Geologen hinzuzuziehen.

Vorteile:

  • Erdwärme ist eine kostenlose Wärmequelle im Gegensatz zu Öl, Gas oder Holz
  • Die Erdwärmesonde ist wartungsfrei
  • Konstant hohe Leistungszahlen auch im Winter aufgrund relativ gleichbleibender Temperaturen im Erdreich
  • Die Wärmepumpe (Hersteller- & Modellabhängig) kann i.d.R. über die Erdwärmesonde eine natürliche Kühlfunktion nutzen
  • Lange Nutzungszeiträume der Erdwärmesonde von bis zu 100 Jahren möglich

Nachteile:

  • Es kann örtliche Regularien geben, die eine Tiefenbohrung verbieten oder beschränken (bspw. in Form von Bohrtiefenbeschränkungen, Wasserschutzgebieten etc.)
  • Für Bohrungen, die länger als 100 Meter sind, ist i.d.R. ein bergrechtlicher Betriebsplan notwendig
  • Bei Bestandsgebäuden häufig nur mit erhöhtem Aufwand abzuwickeln (Platz für das Bohrgerät, bestehender Gartenbereich kann beschädigt werden, ein Autokran könnte notwendig sein bei schlechter Zugänglichkeit zum Grundstück etc.)
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